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Peter Schreiber,
17.09.2018

Sportpark am Steinwiesenweg

Ein Plan, der alle begeistert! Schon im Mai dieses Jahres stellte der Sportverein Eidelstedt (SVE) dafür seine Pläne vor. Im Sportzentrum des SVE am Steinwiesenweg kamen dafür ca. 30 Gäste aus Politik, Sport und Schule zusammen.

Unser Stadtteil wächst, und das für alle sichtbar und spürbar. Allein am Hörgensweg ca. 900 Wohneinheiten (WE), davon 75 WE für Flüchtlinge. Am Duvenacker ca. 120 WE nur für Flüchtlinge. Daneben viele größere und kleinere Projekte, die sich in Bauausführung oder Planung befinden. Insgesamt 2000 WE sind bis 2025 geplant. Damit steigt die Bevölkerung Eidelstedts um 4000 auf insgesamt 37.000 Menschen.

Das Bezirksamt plant im Gegenzug allerlei Maßnahmen, um den Stadtteil attraktiver und schöner zu gestalten. Die zwei wichtigsten sind der Umbau des Eidelstedter Bürgerhauses, der sich mit dem Baubeginn nun auch schon auf Anfang 2020 verschoben hat und der Sportpark am Steinwiesenweg.

Bei der Fläche handelt es sich um eine bezirkliche Sportanlage mit einer Bezirkssporthalle. Unmittelbar daneben das SVE GesundAktiv Studio und das Gymnasium Dörpsweg. Das sollen dann auch die Akteure sein, die den neuen Sportpark gemeinsam konzipieren: Das Bezirksamt Eimsbüttel, das Gymnasium Dörpsweg mit Schulbau Hamburg und der SV Eidelstedt, alle gemeinsam in Zusammenarbeit mit der RISE-Gebietsentwicklung Eidelstedt-Mitte. So soll es Kleinspielfelder für Beachvolleyball, Fußball/Soccer-Courts mit Kunstrasen und Flutlicht, eine Calisthenicsanlage (Turngeräte für Kraft- und Körperübungen), sowie Cafeteria und Freizeiteinrichtungen geben. Der Clou: Laufstrecken ausgehend vom Sportpark über den BAB-Deckel bis ins Niendorfer Gehege und zurück. Eine Anlage für den „bewegten Familienspaß“, möglich auch ohne Mitgliedschaft in einem Sportverein.

Die beschriebenen Planungen stehen unter Zeitdruck, da die dafür vorgesehenen RISE-Mittel, die ein Teil des Finanzierungsmodells sind, nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Die Bezirksversammlung hat dafür aktuell 50.000 € als Planungsmittel zur Verfügung gestellt. Ideengeber und Motor ist dabei ganz dominant der SVE, der vom Bezirksamt zudem aufgefordert wurde, neben der Bezirkssporthalle eine Kita zu planen und zu bauen, eine Kita, die ganz dringend an der Stelle benötigt wird. Das alles bindet Kraft und Geld des Vereins.

Da schlug der Vorschlag des Bezirksamtes, auf dieser Fläche dem HFC Falke eine sportliche Heimat zu geben, wie eine Bombe ein. Der HFC Falke, der aus dem HSV nach Umbau zu einer AG hervorgegangen ist, bietet anders als der SVE nur die Sparte Fußball an. Es würde so unvermeidlich sein, dass der HFC Falke Mitglieder an sich bindet, die anderenfalls zum SVE gegangen wären. Das würde so fundamental in die Finanzplanungen unseres Stadtteilvereins eingreifen. So machte sich Verärgerung und Enttäuschung beim SVE breit. Ein Ausstieg aus dem Projekt Sportpark und Kita drohte. Die Bezirkspolitik zeigte sich dabei über die Parteigrenzen hinweg mit dem SVE solidarisch. Im Ausschuss für Bildung und Sport gab es dazu ein eindeutiges Stimmungsbild für unseren SVE.

Eidelstedt ist der Stadt Hamburg und seinen Bürger*innen gegenüber in Vorleistung getreten und gibt hier vielen tausend Menschen Wohnung und Heimat. Jetzt ist es an der Zeit, Versprechungen einzuhalten, die man Eidelstedt gemacht hat: den Stadtteil aufzuwerten! Der Sportpark und das neue Bürgerhaus sind dabei die zentralen Projekte.